Vorantreiben statt treiben lassen

 Ricardo Ferrer Rivero auf der sh|ft 2018

Ricardo Ferrer Rivero auf der sh|ft 2018

Ricardo Ferrer Rivero nahm uns in seine Geschichte hinein, die in Venezuela begann. Dort lernte er früh, mit den Mängeln eines kaputten Systems zu kämpfen. Die Wirtschaft und die damit verbundene Währung waren entwertet. Familien haben es bis heute schwer, in einer Struktur, wo der Einzelne machtlos stehengelassen wird, zu überleben. Kein Wunder also, dass Ric Ferrers Vorliebe und sein Engagement auch der Blockchain-Technologie gelten. In Hannover hat er Europas längste Bitcoin-Meile ins Leben gerufen.

Er ist Gründer von PEY, Mitgründer des Hafvens und Deutschlands Beauftragter für das Nahrungsmittel „Mana“. Auf der sh|ft präsentierte er einen Chip, den er unter der Haut trägt. Dieser enthält DNA-Informationen über ihn und ist im wahrsten Sinne des Wortes „Türen öffnend“.

Seine Beweggründe, die Digitalisierung und Dezentralisierung voranzutreiben, fasste er in folgendem Statement zusammen: „Ich möchte die Technologien nicht nur den Bösen überlassen. Es sollen auch Gute im Spiel sein, um den technologischen Fortschritt mitzugestalten.“ Er schloss mit einem Schwerpunkt seines kommenden Buches über Dezentralisierung. Er zeigte Beispiele der Plattformökonomie und Herstellungsprozesse, wie beispielsweise der dezentralisierte Bau eines Kraftfahrzeugs. Der Hafven verfügt über eine große Maker-Ebene, unter anderem mit CNC-Fräse und 3D-Printern, aus denen heute schon ein Großteil des Inventars des Hafven stammt. Im Urban-Gardening-Projekt des Hafven wachsen ebenso manche Zutaten für die Hafven-Küche.

 “wir haben die Macht!”

“wir haben die Macht!”

Text: Motoki Tonn
Bilder: Daniel Schaffer

Yan-Yin Tse